Therapiebereich Traumatherapie

Hier finden Sie bei Traumafolgestörungen nach Gewalterfahrungen und schwer belastenden Lebensereignissen individuelle Hilfe und professionelle Unterstützung.

Portrait von Maren Wilhelm

Leitende Ärztin

Maren Wilhelm

Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Was wir behandeln

Von Traumafolgestörungen sprechen wir, wenn Menschen nach stark belastenden Erlebnissen wie Unfällen, Katastrophen, Krieg oder Gewaltdelikten nicht wieder zu ihrem normalen Alltag zurückfinden. Das Erlebte verfolgt sie und bestimmt ihr Leben.

Dissoziative Traumafolgestörung

Dissoziationen sind psychische Bewältigungsmechanismen, die dazu dienen, traumatische Erlebnisse, unerträgliche Gefühle, Körperempfinden oder Erinnerungen zu reduzieren und so eine Situation erträglich zu machen. Die Reaktionen haben sich allerdings verselbstständigt und treten auch in Situationen auf, in denen sie nicht hilfreich sind.

Eine alltägliche Form von Dissoziation ist das vorübergehende „Ausblenden“ von Wahrnehmungen oder Gefühlen. Dissoziation als Störung beginnt da, wo die Funktionsfähigkeit einer Person im täglichen Leben eingeschränkt ist. Betroffene „fliehen“ in die Wahrnehmung, in dem sie zum Beispiel aus ihrem Körper heraustreten, wie über den Dingen schweben oder Teile ihres Körpers als nicht zu ihnen gehörig erleben.

Posttraumatische Belastungsstörung

Erlebnisse wie Katastrophen, Gewalterfahrungen, Missbrauch oder schwere Unfälle können das Leben stark belasten. Sind solche traumatischen Erfahrungen nur schwer zu verarbeiten und das Erlebte bestimmt das Leben, entwickelt sich eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Sowohl Opfer als auch Zeugen eines dramatischen Ereignisses können eine PTBS entwickeln. Typisch für diese Störung ist, dass Betroffene das Erlebte nicht loslässt und die belastenden Erinnerungen sich immer wieder aufdrängen. Eine posttraumatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch belastende Gedanken, Übererregbarkeit, negative Gedanken und Stimmungen. Schlafstörungen, Reizbarkeit, erhöhte Wachsamkeit und Schreckhaftigkeit sind ständige Begleiter. Die Betroffenen vermeiden zudem Situationen, Orte oder Menschen, die mit dem Erlebten in Verbindung stehen und Erinnerungen an das Erlebte wachrufen könnten.

Borderline-Persönlichkeitsstörung als Traumafolge

Die Borderline-Störung nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Persönlichkeitsstörungen ein. Betroffene haben vor allem Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu kontrollieren und nehmen diese als ausgesprochen unangenehme starke innere Anspannung wahr.

Borderline-Symptome sind vielfältig. Die Patienten leiden besonders unter ihrem impulsiven Verhalten und ihrer instabilen emotionalen Welt. Ihr Denken ist häufig schwarz-weiß: Sie schwanken zwischen Idealisierung und Herabwertung ihrer Mitmenschen, zwischen Angst vor Nähe und Angst vor dem Verlassenwerden. Selbstverletzendes Verhalten und Suizidversuche sind nicht selten.

Wie wir behandeln

Psychotherapie

Einzeltherapie

  • psychotherapeutische und co-therapeutische Einzelgespräche
  • Systemische Einzel- und Gruppentherapie

Gruppentherapien

  • Emotionsregulationstraining
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen
  • Stresstoleranz-Training
  • Therapie-Informationsgruppe
  • Trauma-Informationsgruppe Selbstwertgruppe
  • Achtsamkeitstraining

Sport- und Bewegungstherapie

  • Fitness und Walking
  • Einzel- und Gruppenangebote für traumasensitives Yoga

Ergänzende Therapien

  • Gruppe gesunde Lebensführung
  • Kreativgruppen
  • Aromatherapie
  • Entspannungstechniken
  • Akupunktur als Entzugsbegleitung

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Krankheit und Schwere der Erkrankung können Sie bei uns zwischen verschiedenen Aufenthaltsmöglichkeiten wählen. Wir beraten Sie gern.

Stationär

Bei einem stationären Aufenthalt in unserer Klinik sind wir rund um die Uhr für Sie da und begleiten Sie intensiv bei ihren therapeutischen Fortschritten.

Klinik für Traumatherapie und Psychotherapie
(Köthenwald 10, 31319 Sehnde-Köthenwald)

Tagesklinik

Bei einem teilstationären Aufenthalt in unserer Tagesklinik kommen Sie montags bis freitags von morgens bis nachmittags zu uns und verbringen die Abende, Nächte und Wochenenden in Ihrem gewohnten Umfeld.

Tagesklinik für Traumatherapie
(
Gartenstraße 19, 30161 Hannover)

Ambulant

In unseren Ambulanzen versorgen wir Sie zeitlich begrenzt zwischen der Entlassung aus unserer Klinik  und der Weiterbehandlung bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten. Das Angebot kommt für Sie in Frage, wenn Sie kurzfristig eine wohnortnahe Betreuung benötigen.

Ambulanz für Traumatherapie
(Lützerodestr. 12, 30161 Hannover)

Weitere Fragen​

Unser Therapiekonzept sieht zunächst eine Behandlungsdauer von sechs bis acht Wochen vor. Während der Traumaexposition ist von einer Behandlungsdauer von etwa zwölf Wochen auszugehen.

Nicht unbedingt. Wir behandeln in unserem Bereich Menschen mit Erkrankungen, die einer psychotherapeutischen Behandlung in der Regel gut zugänglich sind. Die Therapie kann aber auch den Einsatz von zum Beispiel antidepressiv wirksamer Medikation umfassen. Dank einer fachärztlichen Begleitung können wir Sie während Ihres Aufenthalts hierzu umfassend und kompetent beraten und verschiedene Behandlungspfade aufzeigen.

Ja, Besuch von Angehörigen ist generell zu ausgewiesenen Besuchszeiten und an Wochenenden möglich. Es kann auch sinnvoll sein, die Angehörigen mit in den therapeutischen Prozess einzubinden, beispielsweise im Rahmen eines gemeinsamen Gespräches.

Sie benötigen eine Einweisung zur Krankenhausbehandlung. Außerdem kann es nützlich sein, Vorbefunde oder Entlassungsbriefe vorangegangener Behandlungen mitzubringen. Sie brauchen bequeme Kleidung und vor allem auch Sportbekleidung, denn Sport ist ein wesentlicher und wichtiger Baustein in unserer Therapie.

Patientenstimmen

Sie haben Fragen?

Wir konnten nicht alle Ihre Fragen beantworten? Dann nehmen Sie bitte gern mit uns Kontakt auf und schreiben uns Ihr Anliegen. Schnell und einfach geht das über unser Kontaktformular.